Sternspuren am Echinger See & Tutorial

Das ist mein allererster Versuch ein Startrail-Bild zu machen. Bin allerdings mit dem Ergebnis bei Weitem nicht zufrieden… Ich denke ich kann trotzdem kurz beschreiben wie ich vorgegangen bin. Hier nochmal das Bild ohne Schrift und in Groß:

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Die Aufnahme zeigt wie sich die Sterne bezüglich der Erde in einer Stunde und ein Viertel bewegen.

Die einfachste Möglichkeit Sternspuren-Aufnahmen zu machen ist es, die Bulb-Funktion der Spiegelreflexkamera zu benutzen. D.h. die Kamera belichtet so lange wie der Auslöse-Knopf gedrückt wird. Nun wäre es sehr anstrengend den Knopf minutenlang oder gar Stunden gedrückt zu halten. Deswegen kann man zum Beispiel die Kamera an einem Netbook anschließen und im Falle von Canon das Programm “EOS Utility” benutzen. Damit kann man die Kamera fernsteuern. Hier muss man nur einmal per Mausklick die Belichtung starten und beenden. Nachteil dieser Mathode ist, dass der Himmel doch ziemlich hell wird.

Deswegen habe ich eine andere Methode verwendet, die 2 Vorteile zugleich mit sich bringt:

Der Himmel bleibt dunkel und man kann aus den Aufnahmen nachträglich auch ein Zeitraffer-Video machen!

Diese Methode funktioniert so: Man schließt die Kamera wieder am Netbook an und startet das Fernsteuerungs-Programm, in meinem Fall EOS Utility. Diese Programme bieten meistens auch eine Funktion, die es ermöglicht, die Kamera einfach stehen zu lassen und automatisch in definierten Zeitabständen Aufnahmen zu machen bis eine gewisse Anzahl an Bildern erreicht wird. Diese Funktion nennt sich Intervall-Timer-Aufnahme. Die Bedienung ist, wie ich denke, selbstverständlich.

Diese Bilder habe ich dann einfach mit dem Programm “Startrails” überlagert. Das Programm ist vor allem für Anfänger wie mich geeignet. Photoshop-Verrückte können das natürlich auch, indem Sie die Bilder mit wenig Deckkraft überlagern. Ich denke aber, dass das um einiges zeitaufwändiger und komplizierter ist. Und diese Zeit habe ich aufgrund meines Studiums und meiner Projekte nicht und große Photoshop-Skills habe ich auch nicht. ;)

Als nächstes noch in Lightroom das Bild stimmungsvoller machen, fertig.

Für mein nächstes Bild müsste ich, wie ich denke, auf jeden Fall für längere Zeit aufnehmen und vielleicht auch in kleineren Zeitabständen. Das Zeitraffer Video ist zwar nämlich schön geworden, allerdings mit 3 Sekunden auch viel zu kurz. :D

12 Responses to “ Sternspuren am Echinger See & Tutorial ”

  1. Raul sagt:

    UPDATE: Ganz wichtig: Akku vorher aufladen, sonst ist mit den Aufnahmen automatisch früher Schluss als erwartet! ;)

  2. Sarah P. sagt:

    1. Wie bzw. was stellt man scharf, sodass die Striche hinterher scharf sind?
    2. Zuerst mit dem Autofocus und dann sozusagen auf manuell umschalten, sodass immer das selbe scharf ist !?

  3. Raul sagt:

    Bei Nachtaufnahmen stellt man für normal nie mit dem Autofokus scharf. Bei so wenig Licht (wie z.B. hier bei den Sternaufnahmen) ist dieser viel zu unzuverlässig. Man stellt von Anfang an manuell scharf. ;)

  4. Laura sagt:

    Ich muss euch ein Kompliment machen. Eure Homepage ist der Hammer, macht weiter so.

  5. Wolfgang sagt:

    Richtig man stellt manuell scharf.
    Aber ein cooles Foto, vorallem Geduld braucht man!

    Grüße
    Wolfgang

  6. Der Trick mit den Intervall-Aufnahmen ist das wensentliche, denke ich. 1 Std. die Blende offen lassen habe ich noch gar nicht probiert, ist doch schon nach 10 Minuten Belichtung der Himmel taghell (in der Regel).

    Für Nachtaufnahmen immer eine Taschenlampe mitnehmen, meine Erkenntnis. Klingt banal, aber ich musste auch schon abbrechen, weil einfach zu viel Gedöns miteinander verschraubt, eingestellt und so weiter werden musste. Und dann geht sowieso nur noch manuell scharfstellen, da macht keine Autofokus mehr mit.

    Schöne Bilder übrigens hier überall! Wirklich schön.

    Grüße Peter

  7. Mark sagt:

    Hab jetzt längere Zeit nach einer guten Anleitung zu diesem Thema gesucht – und bin hier fündig geworden. Danke!
    LG, Mark

  8. Interessantes Ergebnis. Mich würd’ ja interessieren, warum die Sternspuren so verwackelt sind? Bist du da dagegen gerempelt?

  9. Reiner sagt:

    Ich hab es auch schon probiert, leider war zu viel Lichtverschmutzung. Man braucht schon einen guten Standort um ordentliche Ergebnisse zu erhalten.
    Gruß, Reiner

  10. Seppinger sagt:

    Interessant, danke.

  11. [...] Vor allem unsere weiblichen Redakteure tauschten gleich ihre Erfahrungen aus, als wir auf dem Fotografie-Blog die Bilder mit Sternspuren entdeckten. Und wer lange genug an ein und derselben Stelle stehen bleibt, würde beobachten, dass [...]

  12. Sascha sagt:

    Ich habe das gestern selbst getestet, sind wircklich schöne Fotos raus gekommen. Danke für das Tutorial ohne das ich ganicht auf die Idee gekommen wäre.

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